Sonntag, 02 November 2014 10:39

Benefizkonzert in der St. Blasius-Kirche am 16.11.2014

In guter Tradition veranstaltet der Musikverein Mägerkingen e.V. auch in diesem Jahr wieder das Benefizkonzert in der St. Blasius-Kirche, das jedes zweite Jahr zur Finanzierung der bereits abgeschlossenen Kirchenrenovierung stattfindet. In der besonderen Atmosphäre der St. Blasius-Kirche in Mägerkingen wird die Aktivkapelle am 16. November 2014 (Volkstrauertag) um 19.00 Uhr ca. eine Stunde lang emotionsgeladene, konzertante Blasmusik aufführen. Die Aktivkapelle des Musikvereins Mägerkingen nimmt das Publikum unter anderem mit „Scandinavia“ in den idyllischen Norden Europas mit, wird im Stück „Dialog der Generationen“ die beeindruckenden Eigenschaften von Jung und Alt hörbar machen und vieles andere mehr. Zwischen den Musikstücken wird Herr Pfarrer Martin Rose verbindende, einfühlsame Worte sprechen. Der Eintritt ist frei, Opfer und Spenden kommen in vollem Umfang der St. Blasius-Kirche in Mägerkingen zugute. Über zahlreiche Besucher würden wir uns sehr freuen.

 

 

 

 

 


 

Herzlichen Dank

Wir bedanken uns  herzlich bei allen Besuchern unseres Benefizkonzertes am vergangenen Sonntag in der St. Blasius-Kirche in Mägerkingen. Es war schön, dass wir dieses Konzert in der besonderen Akustik und Atmosphäre unserer schönen Kirche spielen durften. Über Ihren Besuch und die positive Resonanz haben wir uns sehr gefreut. Ebenso herzlich danken wir Ihnen für Ihre Spenden und Opfer in Höhe von 1.655,21 €, die wiederum in vollem Umfang der Finanzierung der bereits vollzogenen Renovierung unserer Kirche zugute kommen werden.

 

 

 


 

Informationen zu den Musikstücken

A Day of Hope, Fritz Neuböck

„A Day of Hope“ – „Ein Tag der Hoffnung“ – ist steht für Frieden und Gerechtigkeit. Es ist ein rundherum optimistisches Werk, welches die positive Ausstrahlung der Musik in jeder Lebenslage verändert.

Das tänzerische Hauptthema wechselt dabei zwischen den Registern, bevor der romantische Mittelteil erklingt. Das Stück endet in einem erhabenen, im Stil britischer Militärmärsche gehaltener Marsch, ehe das Werk majestätisch und hoffnungsvoll sein Finale findet.

 

Dialog der Generationen, Kurt Gäble

Die unterschiedlichen Generationen haben unterschiedliche Zeitwahrnehmungen und unterschiedliche Lebenstempi. Kinder haben meist noch gar keinen Zeitbegriff. Sie sind da, leben im Hier und Jetzt. Sie kennen keine Vergangenheit und haben keine Angst vor der Zukunft. Kinder sind voller Abenteuer- und Lebenslust – und tapsen manchmal noch recht tollpatschig durchs Leben. Die Erwerbstätigen leben in einer sehr anstrengenden Lebensphase, denn sie tragen die ganze Verantwortung. Ihr Leben ist durchgeplant, metrisch, strikt und die Jahre vergehen schneller, als man sie verarbeiten kann. Im Alter wird das Lebenstempo wieder etwas ruhiger. Ältere Menschen haben gelernt, einen ruhigeren und weiseren Blick auf das Leben zu haben. Zudem sind sie nicht mehr diesem enormen Druck ausgeliefert. Jedoch werden die Schritte im Alter auch beschwerlicher und langsamer. Manchmal ist es, als würden sie verschiedene Sprachen sprechen. Es gibt Spannungen, Missverständnisse und Vorurteile. Doch letztendlich kann keine der Generationen für sich allein bestehen, denn eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn die unterschiedlichen Generationen zusammenrücken, miteinander kommunizieren und füreinander sorgen. Es ist wie mit den einzelnen Stimmen in einem Orchester: Natürlich kann jeder Musiker für sich allein spielen – doch nur, wenn alle gemeinsam musizieren, können sich die fantastischen Klänge eines Musikstücks entfalten.

Der Komponist hat in diesem Werk die Eigenschaften der verschiedenen Generationen musikalisch dargestellt. Während der Komposition kann man hören, wie sie sich einander annähern und schließlich eine wunderschöne Einheit bilden – im „Dialog der Generationen“!

 

Choral Figurée, Henk van Lijnschooten

Dieser kleine Choral wurde von Henk van Lijnschooten als ruhig dahinfließende Klangübung mit Fugencharakter komponiert. Immer wieder drängen sich dabei einzelne Register mit ihren Nebenmelodien in den Vordergrund, um dann der warmen Hauptmelodie wieder den Vorrang zu lassen. Am Ende aber vereinen sich die Melodien zu einem gemeinsamen Ganzen.

 

Scandinavia, Alfred Bösendorfer

In „Scandinavia“ wählte Komponist Alfred Bösendorfer die freie, rhapsodische Form, um eine klingende Reise durch die einzelnen Länder Skandinaviens zu unternehmen. Das Stück besteht aus vier Teilen. Die Reise beginnt im hohen Norden, in Lappland. In einem kurzen Festmarsch begleiten wir den Zug der Rentiere auf ihren Weideflächen, sowie die nomadisierenden Lappen.

Als zweites besuchen wir Schweden. Mit zum Teil schwermütigen Tanzweisen impliziert der Komponist ein bäuerliches Volksfest. Die lang liegenden Töne und Klänge dieses Teiles erinnern an den Bordun eines Dudelsacks und an sich wiederholende Wendungen, die beim Zuhörer den Eindruck einer Drehleier entstehen lassen.

Die Fülle und Weite Norwegens werden im dritten Teil des Werkes dargestellt. Schöne, satte Harmonien und zarter melancholischer Lyrismus erinnern an den großen Edvard Grieg.

Im vierten Teil verlassen wir die tiefen Wälder und die ins Meer stürzenden Bäche Norwegens und mischen uns in ein überschäumendes Fest junger sorgloser Menschen in Dänemark. Ausgelassene Lebensfreude und feurige, slawisch anmutende Tanzformen werden vom Komponisten durch kontrapunktisch eng geführte Stimmenvielfalt, farbenreiche Orchestrierung und üppigen Melodienreichtum ausgedrückt.

 

Aria d’Amore, Florian Ziller

„Aria d’Amore“ ist eine gefühlvolle musikalische Liebeserklärung. Eine eingängige Melodie wandert durch die verschiedenen Register und Klangfarben des Orchesters. Die Atmosphäre der Komposition ist gleichzeitig zart und kraftvoll – wie es auch die Liebe ist, die einen im tiefsten Innern berührt und zugleich so stark macht, dass man glaubt, Berge versetzten zu können. Ein Werk, dass den Zuhörer innerlich freudig bewegt.

 

The Phantom Regiment, Leroy Anderson,Arr.: Didier Ortolan

In dieser Komposition ist die Phantasie der Zuhörer gefragt: Wie einen einsamen Wanderer nimmt das Werk den Zuhörer mit auf eine Reise durch die Wüste. Die Hitze und die Entbehrungen durch die lange Reise lassen den Wanderer auf eine Oase in baldiger Nähe hoffen. Da endlich sieht er in der Ferne eine Karawane. Wie ein Regiment laufen die Kamele und ihre Führer hintereinander her. Sie kommen näher und näher – die Hoffnung auf Rettung naht. Doch was ist das? Das “Regiment” wird blasser, durchsichtiger, kleiner bis schließlich nur die wabernde Luft am Horizont zurückbleibt und die Gewissheit einer Fatamorgana hinterlässt!

 

Amen, Pavel Stanek

„Amen“ ist ein feierliches Werk des tschechischen Komponisten Pavel Stanek. Das andächtige, ergreifende Hauptthema wird von einem zarten zweiten Thema abgelöst. Das Stück wird nun immer erhabener und steigert sich von Phrase zu Phrase. Mit einer sorgfältigen Orchestrierung schafft der Komponist einen sehr ausgewogenen und vollen Klang. Das Stück endet ruhig und stimmungsvoll in einem feierlichen Schlussakkord.

Letzte Änderung am Dienstag, 18 November 2014 21:08